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Hiatamadl

Neubearbeitung durch die Landesverbandsvortänzer der Heimat-und Trachtenvereine Steiermarks : Franz Lackner, Josef Rack, Peter Luschin, Ewald Peiser

  • Takt: 2/4
  • Tanzschritt: Gehschritt
  • Herkunft: Schladming

Diese Art des Tanzes wurde im Jahre 1923 in Schladming von Ignaz Freitag erlernt und weitergegeben. Der Hiatamadltanz ist mit geringen Abweichungen über die Grenzen unseres Heimatlandes hinaus bekannt und dürfte nach Ansicht Zoders seinen Ursprung im "Strohschneider" haben, da die Textworte dieses Tanzes eine Brücke zum Hiatamadl bilden.

Ausgangsstellung:

Der Tänzer steht außen. Er fasst mit seinen Händen in Hüfthöhe die Hände der gegenüberstehenden Tänzerin und zwar mit seiner rechten die linke und mit seiner linken die rechte Hand der Tänzerin. Beide beginnen mit dem linken Fuß zu überkreuzen.

Takt 1:

Auf das erste Viertel des Taktes kreuzen Tänzer und Tänzerin das linke Bein etwas über das rechte und stellen es mit dem Fußballen schräg rechts vor dem Standbein auf. Die gefassten Hände werden etwas nach rechts vom Tänzer in Hüfthöhe mitgeschwungen. Beim zweiten Viertel des Taktes werden die Hände und Beine in die Ausgangsstellung zurück gebracht.

Takt 2:

Auf das erste Viertel dieses Taktes kreuzen Tänzer und Tänzerin das rechte Bein etwas über das linke und stellen es auf den Boden auf, also wie bei Takt 1, aber gegengleich. Die Arme werden jetzt etwas nach links vom Tänzer mitgeschwungen. Beim zweiten Taktviertel Arme und Beine wieder in die Ausgangsstellung zurückgeben.

Takt 3, 5, 7:

wie Takt 1

Takt 4, 6, 8:

wie Takt 2

Takt 9 bis 16:

Beim ersten Viertel des Taktes 9 stampft der Tänzer mit dem linken Fuß, beim zweiten Viertel des Taktes mit dem rechten Fuß auf. Diese beiden Stampfschritte werden im gehen ausgeführt. Gleichzeitig beginnt die Tänzerin mit dem linken Fuß auszuschreiten. Mit diesen beiden Stampfschritten ist der Tänzer mit der rechten Seite an der rechten Seite der Tänzerin. Während der Ausführung der beiden Stampfschritte umfasst der Tänzer mit seiner rechten Hand, die ihre linke hält, die Tänzerin um die Mitte und legt die Hände auf ihren Rücken, während sein linker Arm mit dem rechten der Tänzerin angewinkelt in Schulterhöhe gehalten wird.

Anschließend geht das Paar in dieser Haltung mit kurzen Schritten am Ort um die gemeinsame Achse nach rechts in Sinne des Uhrzeigers.

Takt 17 bis 24:

Der Tänzer führt jetzt auf das erste Viertel des Taktes 17 mit dem rechten Fuß den Stampfschritt aus, aber entgegengesetzt der bisherigen Gehrichtung, dem auf das zweite Viertel des Taktes 17 ein solcher mit dem linken folgt und kommt während der beiden Stampfschritte mit seiner linken Körperseite an ihre linke Seite, wobei gleichzeitig die Armhaltung gewechselt wird.

Anschließend wird wie bei Takt 9 bis 16 aber gegengleich, also gegen den Uhrzeiger, die Gehbewegung ausgeführt.

Nun wieder mit Takt 1 beginnen. Der Tanz wird viermal durchgetanzt.