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Veitscher Masur

Neubearbeitung durch die Landesverbandsvortänzer der Heimat-und Trachtenvereine Steiermarks : Franz Lackner, Josef Rack, Peter Luschin, Ewald Peiser

  • Takt: 3 / 4
  • Tanzschritt: Sprungschritt
  • Herkunft: Veitsch

Wie schon der Name sagt, ist dies ein ausgesprochen steirischer Tanz aus der Umgebung von Veitsch und dem Mürztal. Romuald Pramberger erwähnte 1924 diesen Tanz als
Ochsengalopp, während Siegfried Prinke in seinen Heften "Alte steirische Tänze", 1926 den Ochsengalopp erstmalig beschreibt. Erwin Bischof hat 1925 den Tanz in Hafendorf im Mürztal ebenfalls aufgezeichnet und Ing. Franz Hurdes übermittelt. Letzterer hat den Tanz Otto Hief zur Veröffentlichung in "Blätter für Volkstanzgruppen" 1933 unter der Bezeichnung "Veitscher Ochsengalopp" zur Verfügung gestellt. Die Veitscher selbst bezeichnen diesen Tanz jedoch als MASUR und nicht als Ochsengalopp, was auch die richtigere
Bezeichnung ist.

Zur Tanzausführung: 

Blick immer in die Tanzrichtung, auch bei Takt 3 und 4. Ganz ruhig tanzen und mit dem Oberkörper nicht schaukeln, gestreckte Hände ruhig halten. Alle Sprünge (auch der Ausfallsprung) sollen nicht laut betont, sondern so ruhig als möglich ausgeführt werden.

Beim Ausfallsprung, sind die Fußspitzen nach vorne gerichtet, ansonsten wird immer gegenüber gesprungen und vor allem nicht gegen die Tanzrichtung.

Schluss-Sprung:

Dieser erfolgt für das Wertungtanzen am Ende des Tanzes mit beiden Beinen.

Dieser Schluss-Sprung erfolgt bei den letzten Dreiersprungschritten, welche vom Tänzer mit dem rechten und von der Tänzerin mit dem linken Fuß ausgeführt werden, und kann entweder nach dem 2. oder nach dem 3. Sprungschritt erfolgen.

Ausgangsstellung:

Der Tänzer, dessen Rücken zur Kreismitte gerichtet ist, fasst die Tänzerin zur Streckhandfassung wobei sein linker Arm und der rechte der Tänzerin in die Tanzrichtung gestreckt gehalten wird.

Takt 1:

Auf das erste Viertel des Taktes springt der Tänzer mit dem linken, und die Tänzerin mit dem rechten Bein ausfallartig einmal nach links vom Tänzer in die Tanzrichtung (Fußspitze in Tanzrichtung). Beim zweiten und dritten Viertel des Taktes springen beide gegenüber zweimal mit dem gegengleichen Bein (Tänzer rechts, Tänzerin links) auf.

Takt 2:

Der Tänzer springt dreimal auf dem linken und die Tänzerin dreimal auf dem rechten Bein gegenüber auf, und vollführen dabei eine halbe Drehung nach links, sodass die gestreckten Arme nun gegen die Tanzrichtung gehalten werden. (Blick bleibt in Tanzrichtung)

Takt 3:

Der Tänzer springt einmal mit dem rechten Bein und zweimal mit dem linken Bein auf, die Tänzerin macht diese Sprünge gegengleich (Tänzerin einmal links und dann zweimal rechts), beide gegenüberspringend.

Takt 4:

Der Tänzer springt dreimal auf dem rechten und die Tänzerin dreimal auf dem linken Bein gegenüber auf und vollführen dabei eine halbe Drehung nach rechts in die Ausgangsstellung zurück.

Wieder bei Takt 1 beginnen

Für das steirische Wertungstanzen achtmal durchtanzen - mindestens 32 Takte.

Am Ende erfolgt der Schluss-Sprung wie in der Tanzausführung beschrieben, ob ihn die Musik spielt oder nicht.